Ausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d)

Du möchtest Dich sozial engagieren und erkrankten, hilfbedürftigen Menschen in ihrem Alltag zur SEite stehen – wie wäre es mit einer Ausbildung in der Pflege?

Ausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d) bei GOBI in Thüringen

Mehr Flexibilität mit der generalistischen Pflegeausbildung

Als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau betreust und pflegst Du hilfsbedürftige Menschen. Du bist erster Ansprechpartner und nimmst konkrete pflegerisch-medizinische Aufgaben wahr. Du assistierst bei Untersuchungen, dokumentierst Patientendaten und wirkst bei der Qualitätssicherung mit. Mit der ganzheitlichen Pflegeausbildung erwirbst Du die fachlichen und sozialen Kompetenzen, Menschen jeden Alters in ihren individuellen Lebenssituationen zu unterstützen und zu pflegen. Durch die Zusammenlegung der Ausbildungsberufe Kranken-, Kinder- und Altenpfleger bist Du bestens für die Zukunft gerüstet und flexibel einsetzbar: vom Krankenhaus, über Facharztpraxen, Pflegeeinrichtungen bis hin zum ambulanten Betreuungsdienst. Mit GOBI hast Du einen Partner gefunden, der dich beim Erreichen des Ausbildungsziels bestens unterstützt. Gerne helfen wir Dir bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz.

Das wichtigste im Überblick

Abschluss

Staatlich anerkannter Pflegefachmann (m/w/d)

Ausbildungsverlauf

3-jährige duale Ausbildung mit festem Ausbildungbetrieb, Ausbildungsstart ist jährlich am 1. September

Voraussetzung

Realschul- oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener mind. 2-jährigen Berufsausbildung oder abgeschlossener 1-jähriger Ausbildung als Pflegehelfer, gesundheitliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis, Ausbildungsvertrag

Förderung

Bildungsgutschein für Umschüler

Unterkunft

im schuleigenen Wohnheim möglich

Spätere Tätigkeitsbereiche

Alten- & Pflegewohnheime, ambulante Pflegedienste, Krankenhäuser, Hospize, Pflege- & Rehabilitationskliniken, Facharztpraxen

Ein Pflegefachmann oder eine Pflegefachfrau pflegt und betreut Menschen aller Altersstufen in den Bereichen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege. In Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und Ärztinnen versorgst Du z.B. Wunden und führst Infusionen, Blutentnahmen und Punktionen durch. Außerdem assistierst Du bei Untersuchungen, verabreichst den Patienten ärztlich verordnete Medikamente oder Injektionen und bereitest sie auf operative Maßnahmen vor. In der Grundpflege bettest Du hilfsbedürftige Menschen und unterstützt sie bei der Nahrungsaufnahme und Körperpflege. In der ambulanten Pflege arbeiten Pflegefachleute auch mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese z.B. in Pflegetechniken. Darüber hinaus übernimmst Du Organisations- und Verwaltungsaufgaben wie die Ermittlung des Pflegebedarfs und die Planung, Koordination und Dokumentation von Pflegemaßnahmen. Auch bei der Patientenaufnahme, in der Qualitätssicherung und bei der Verwaltung des Arzneimittelbestandes wirkst Du mit.

Die Pflegeausbildung kann jährlich am 1. September begonnen werden und dauert im Regelfall 36 Monate (3 Jahre). Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung im Wechsel.

Der Unterricht

Der theoretische und praktische Unterricht findet mit einem Stundenumfang von mindestens 2.100 Stunden bei uns als staatliche anerkannte Pflegeschule statt. Folgende Lehrinhalte werden Dir dabei vermittelt:

  • Gesundheit fördern und präventiv handeln
  • Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken
  • In Akutsituation sicher handeln
  • Rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team
  • Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten
  • Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen
  • Menschen in der Lebensgestaltung unterstützen
  • Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in Pflegesituationen fördern
  • Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und kognitiven Beeinträchtigungen personenzentriert und lebensweltbezogen unterstützen

Die praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt zum Teil in Deinem Ausbildungsbetrieb (Krankenhaus, Pflegeeinrichtung oder ambulanter Pflegedienst), aber auch in weiteren Einrichtungen, damit Du als Auszubildender die verschiedenen Bereiche der Pflege kennenlernst. Die Pflegeausbildung findet somit an unterschiedlichen Lernorten statt, die sich in einen Orientierungseinsatz, in Pflichteinsätze, einen Vertiefungseinsatz sowie weitere Einsätze gliedert:

  • Orientierungseinsatz beim Ausbildungsbetrieb (400 Std.)
  • Pflichteinsätze in der
    • allgemeinen Akutpflege in stationären Einrichtungen, z. B. im Krankenhaus (400 Std.)
    • Langzeitpflege in stationären Einrichtungen, z. B. im Pflegeheim (400 Std.)
    • ambulanten Akut- und Langzeitpflege, z. B. bei einem ambulanten Pflegedienst (400 Std.)
  • Pflichteinsätze in speziellen Bereichen der
    • pädiatrischen Versorgung, z. B. im Kinderkrankenhaus (120 Std.)
    • allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrischen Versorgung, z. B. in einer psychiatrischen Klinik(120 Std.)
  • weitere Einsätze (2 x 80 Std.), z. B. Hospiz, Beratungsstellen etc.(160 Std.)
  • Vertiefungseinsatz, letzter Einsatz beim Ausbildungsbetrieb (500 Std.)

Alle Auszubildenden durchlaufen die gleichen Pflichteinsätze. Die Pflichteinsätze in der allgemeinen Pflege und der Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung müssen bis zum Ende des zweiten Ausbildungsdrittels absolviert werden. Im letzten Ausbildungsjahr erfolgt der Vertiefungseinsatz mit dem Ziel, das Wissen und Können in einem zuvor bereits kennengelernten Versorgungsbereich zu vertiefen.

Das Ziel der Ausbildung ist, dass sie die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Betreuung, insbesondere zur Beratung, Begleitung und Pflege von hilfsbedürftigen Menschen im Bereich der Kinder-, Kranken- und Altenpflege erforderlich sind.

Um eine Ausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau zu beginnen, benötigst Du einen Realschulabschluss beziehungsweise einen höherwertigen Abschluss. Des Weiteren kannst Du die Ausbildung beginnen, wenn Du einen Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen 2-jährigen Berufsausbildung hast.

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, benötigst Du einen Ausbildungsbetrieb. Dieser meldet Dich dann bei uns an der Schule an. Gerne helfen wir Dir bei der Vermittlung eines geeigneten Ausbildungsbetriebs. Du kannst gerne Deine Unterlagen unter Online-Bewerbung hochladen und wir melden uns bei Dir.

Die GOBI gehört als Pflegeschule dem Ausbildungsverbund Pflege für Gotha & Region an und profitiert von dessen großem Netzwerk.

Kommst du aus einem EU-Land oder aus Drittstaaten, brauchst Du neben der Anerkennung Deines Schulabschlusses, das Sprachzertifikat Deutsch auf B2-Niveau.

Eine Umschulung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann kann neue berufliche Perspektiven in einem zukunftssicheren Beschäftigungsfeld eröffnen. Wenn Du dich für eine Umschulung in der Pflege interessierst, sprich Deine Agentur für Arbeit oder Dein Jobcenter vor Ort an. Dort wird man Dich über alle weiteren Voraussetzungen für eine Umschulungsförderung informieren.

Liegen die Fördervoraussetzungen für eine Umschulung vor, können die Agenturen für Arbeit oder Jobcenter Bildungsgutscheine für den zuvor individuell festgestellten Bildungsbedarf aushändigen. Der Bildungsgutschein, der das Bildungsziel „Pflegefachfrau“/ „Pflegefachmann“ ausweist, garantiert die Übernahme der Weiterbildungskosten und gegebenenfalls die Fortzahlung des Arbeitslosengeldes.

Die Umschulung (= Ausbildung) zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann gliedert sich in einen schulischen und einen betrieblichen Teil. Der theoretische und praktische Unterricht findet an einer Pflegeschule statt, die im Falle der Umschulung zur Durchführung von Maßnahmen der Arbeitsförderung zugelassen sein muss. Dort wird der Bildungsgutschein eingelöst. Der betriebliche Teil findet beim Ausbildungsbetrieb sowie an weiteren Lernorten für die zu absolvierenden Pflichteinsätze statt. Du erhältst während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung, die zu einem großen Teil auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz können dauerhaft dreijährig gefördert werden.

Die GOBI wurde durch die Fachkundige Stelle CEA Certification GmbH (ehem. CertEuropa) zertifiziert und ist berechtigt die Ausbildung zum Pflegefachmann als Umschulungsmaßnahme anzubieten.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt ist hoch. Du hast daher optimale Bedingungen nach einem erfolgreichen Abschluss eine Festanstellung bei einem ambulanten Altenpflege- und Altenbetreuungsdienst, in einer Pflege- und Rehabilitationsklinik, in einem Altenwohn-und Pflegeheim, Krankenhaus oder Facharztpraxis zu erhalten.

Um beruflich weiterzukommen, gibt es für Dich zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Du kannst dich auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren und übernimmst die Verantwortung für bestimmte pflegerische Maßnahmen. Siehst Du dich mehr in organisatorischen Aufgaben, dann wäre die Qualifikation zur Pflegedienstleitung genau das Richtige. Hier nimmst Du Aufgaben rund um den Bereich Personal wahr wie Personalsteuerung eines Pflegebereichs, Personalförderung und Personalbedarfsplanung. Möchtest Du Dein Wissen weitergeben und junge Menschen im Erlernen ihres Berufes unterstützen, wäre eine Weiterbildung zum Praxisanleiter erstrebenswert. Mit der Reform der Pflegeberufe ist es nun auch möglich ein berufsqualifizierende Pflegestudium zu abslovieren.

Warum wurden die Ausbildungen Altenpfleger, Krankepfleger und Kinderkrankenpfleger zusammengelegt?
Die Gründe sind vielfältig. Die Anforderungen an die Pflege haben sich verändert. In Pflegeheimen wird immer mehr medizinische Pflege erbracht, da dort häufig chronisch oder mehrfach Erkrankte versorgt werden. In Krankenhäusern müssen zunehmend ältere, mehrfach kranke Menschen gepflegt werden. Mit der Ausbildung eröffnen sich des Weiteren die Wechsel-, Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten in allen Bereichen der Pflege. Die Reform ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Anerkennung und Wertschätzung der Pflegekräfte in Deutschland. Der Abschluss ist in allen Mitgliedstaaten der EU anerkannt.

Kann man sich in einem bestimmten Bereich spezialisieren?
In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden gemeinsame Lerninhalte vermittelt. Im dritten Ausbildungsjahr besteht die Wahl die generalistische Ausbildung fortsetzen oder zwischen Kinderkranken- oder Altenpflege zu wählen. Generell empfehlen wir den generalistischen Abschluss zum/r Pflegefachmann/-frau, um die Vorteile der neuen Ausbildung voll ausnutzen zu können. Die eigenständigen Berufsabschlüsse laufen bei weniger als 50% nach Auswertung der separaten Abschlüsse 2025 aus.

Was kostet mich die Ausbildung?
Die Ausbildung ist kostenfrei. Die Auszubildenden haben einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung durch ihren Ausbildungsbetrieb.

Ist eine Förderung über Bildungsgutschein möglich?
Für Auszubildende, die Leistungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung erhalten können, werden wie bisher Lehrgangskosten über die Weiterbildungsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch von den Jobcentern bzw. den Agenturen für Arbeit getragen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bietet mir die neue Pflegeausbildung?
In der Pflege gibt es zahlreiche Fortbildungen und Lehrgänge. Sie helfen die erworbenen Kenntnisse zu vertiefen oder zu erweitern, wie z.B. in der Schmerztherapie, als Pflegedienstleiter oder Fachwirt im Gesundheitswesen. Mit der Reform der Pflegeberufe wurde ergänzend das berufsqualifizierende Pflegestudium eingeführt. Das Studium dauert mindestens drei Jahre und endet mit der Verleihung des akademischen Grades.

Wo kann ich mich über die neue Pflegeausbildung informieren?
Einen umfassenden Überblick über die Reform der Pflegeberufe und die neue generalistische Ausbildung bietet die Internetseite www.pflegeausbildung.net. Gerne stehen wir Dir für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung und stellen für dich Kontakte zu ausbildenden Einrichtungen her. Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Psssst … Wir haben da noch mehr!

Profitiere von unserem breiten Bildungsangebot und finde den für Dich passenden Ausbildungsberuf im medizinischen und sozialen Bereich.